Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

1929
"La femme 100 têtes" (Die hundertköpfige/kopflose Frau), der erste Collageroman von Max Ernst, wird veröffentlicht. 1930 und 1934 erscheinen zwei weitere Bildromane: "Rêve d'une petite fille qui voulut entrer au Carmel" (Traum eines jungen Mädchens, das in den Karmeliterorden eintreten möchte) und "Une semaine de bonté ou les sept éléments capitaux" (Die weiße Woche. Ein Bilderbuch von Güte, Liebe und Menschlichkeit).

1934
Max Ernst trägt den Text "Was ist Surrealismus?" für den Ausstellungskatalog des Kunsthauses Zürich bei.

1935
Es entstehen erste Gipsplastiken aus der Abformung von Gegenständen.

1936
In der Zeitschrift "Cahiers d'Art" erscheint mit dem Text "Jenseits der Malerei", eine kunsttheoretische Positions- bestimmung von Max Ernst.

1938-1939
Max Ernst zieht mit der englischen Malerin und Schriftstellerin Leonora Carrington nach Saint-Martin d'Ardèche (Südfrankreich), wo sie ein Bauernhaus mit Plastiken gestalten. Bei Kriegsausbruch wird Max Ernst mehrfach in französischen Lagern interniert.

1941
Im Juli emigriert Max Ernst in die USA. Max Ernst heiratet in New York die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim, von der er sich 1943 wieder scheiden lässt.
Max Ernst unternimmt mit Peggy, ihrer Tochter Pegeen und seinem Sohn Jimmy eine Reise an die Westküste. Er beginnt mit der Sammlung von Kachinapuppen und -masken.

1944
Max Ernst verbringt den Sommer mit dem Galeristen Julien Levy und der Künstlerin Dorothea Tanning, die er zwei Jahre später in einer Doppelhochzeit mit Man Ray und Juliet Browner heiratet, in Great River auf Long Island. Er arbeitet an einer größeren Anzahl von Plastiken.

1946
Max Ernst zieht mit Dorothea Tanning nach Sedona (Arizona), wo sie ein Holzhaus und ein Steinhaus bauen, das er mit Maskenfriesen dekoriert.

1948
Max Ernst erhält die amerikanische Staatsbürgerschaft.

1951
Zum 60. Geburtstag von Max Ernst ist im Brühler Schloss Augustusburg die bislang größte Retrospektive zu sehen. Die Ausstellung wandert dann durch acht weitere Städte in Deutschland.

1953-1955
Max Ernst kehrt zusammen mit Dorothea Tanning endgültig nach Frankreich zurück und bezieht ein Atelier in Paris.
Mit dem Erhalt des Großen Preises für Malerei 1954 auf der Biennale in Venedig beginnt für ihn der internationale Erfolg. Es folgen große Retrospektiven und zahlreiche Ehrungen.

1958
Max Ernst erhält die französische Staatsbürgerschaft.

1962
Große Retrospektive im Kölner Wallraf-Richartz-Museum. Max Ernst steuert den Text "Biographische Notizen. Wahrheitsgewebe und Lügengewebe" bei.

1964
Das Künstlerbuch "Maximiliana oder die widerrechtliche Ausübung der Astronomie" wird veröffentlicht, ein mit Typographien, Farbradierungen und Gedichten aufwendig gestaltetes Mappenwerk. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem russischen Dichter, Typographen und Verleger Iliazd.

1976
Max Ernst stirbt am 1. April in Paris, eine Nacht vor seinem 85. Geburtstag.