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Was leistet die Frühförderung?

Frühförderung unterstützt die gesamte Entwicklung Ihres Kindes durch Hörerziehung (z.B. Gewöhnung an Hörhilfen, Schulung der Geräuschwahrnehmung), Förderung der Sprachwahrnehmung, Kommunikationsförderung, Förderung des Spiel- und Sozialverhaltens, Umwelt- und Sachbegegnung, Förderung des Lern-Interesses.
Frühe Hilfen sind die wirksamsten Hilfen
Zeitverlust bedeutet Chancenverlust. Jedes Kind von der Geburt an bis zum Schultalter, bei dem eine Hörschädigung festgestellt wird, hat Anspruch auf Frühförderung. Die SonderpädagogInnen für Hörgeschädigte in der Frühförderung stehen den Eltern mit Beratung und Hilfen zur Seite.
Frühförderung öffnet den Weg ins Schulleben

Die Sonderpädagogischen Fachkräfte betreuen das Kind zu Hause, in der Frühfördereinrichtung der Schule und in den Kindergärten vor Ort. Sie erstellen gemeinsam mit den Eltern einen Förderplan, abgestimmt auf die medzinisch notwendigen Hilfen für das Kind. Die Vorbereitung auf die Anforderungen des Schullebens und eine umfassende Schullaufbahnberatung erleichtern die Einschulung.
In der Frühförderung erhalten Eltern und Angehörige eines hörgeschädigten Kindes persönliche und Kompetente Beratung. Fachliche Begleitung durch die MitarbeiterInnen hilft den Angehörigen, die Auswirkungen einer Hörschädigung zu verstehen und geeignete Hilfsmittel einzusetzen.
In der Frühförderstelle treffen sich Eltern zum Erfahrungsuastausch, zur Information und zu gemeinsamen Unternehmungen mit den Kindern. Die wichtigsten Exprerten für die Förderung ihres Kindes sind die Eltern. In der Frühförderung arbeiten sonderpädagogische Fachkräfte und Familien gemeinsam für die Entfaltung der Möglichkeiten jedes betroffenen Kindes.
Zusammenarbeit mit zahlreichen Diensten und Fachdiensten
Bedeutung der Frühförderung
Die Frühförderung hörgeschädigter Kinder ist von entscheidender Bedeutung, da der Grundstein für die weitere Entwicklung des Kindes in den ersten Lebensjahren gelegt wird.
In den ersten Lebensmonaten reifen die Hörbahnen eines jeden Kindes nach. Deshalb ist es wichtig, das Kind so früh wie möglich mit Hörgeräten zu versorgen. Das Kind wird dadurch Höreindrücken gegenüber aufgeschlossen und es lernt, seine Hörreste gezielt zu nutzen. Auf diese Weise kann vielen Kindern ein Zugang zur Lautsprache geschaffen werden. Frühförderung beinhaltet auch förderpädagogische Beratung und Information. Es handelt sich um eine prozessorientierte förderdiagnostische Arbeit, an der alle an der Sondererziehung und Rehabilitation des hörgeschädigten Kindes beteiligten gemeinsam wirken.
Daran erkennt man eine mögliche Hörschädigung beim Kind
| Entwicklungsalter | Sprachentwicklung | Alarmzeichen |
| Neugeborenes | Reagiert nicht auf laute Geräusche | Wenn es schreit, lässt sich nicht durch die Stimme der Eltern beruhigen |
| ab 2 Monaten | Lallt, babbelt | Erschrickt nicht bei lauten Geräuschen |
| ab 4 Monaten | Dreht den Kopf zur Geräuschquelle. | Sucht alles mit den Augen ab |
| ab 6 Monaten | Lallt mit Silbenverdopplung „Baba", „Dada" | Lallen hört auf, Verdopplungen fehlen |
| ab 9 Monaten | Versteht z.B. „Nein" oder „Wo ist Papa" | |
| ab 12 Monaten | Versteht kleine Aufträge oder Fragen; erste Worte | Spricht kein Wort, ahmt keine laute nach |
| ab 18 Monaten | Versteht mehr als 50 Worte, erste Zweiwortsätze, 1. Fragealter | Reagiert nicht auf die Frage: „Wo ist…" |
| ab 2 Jahren | Spricht mehr als 1200 Worte; „Ich"; Mehrwortsätze | Spricht weniger als 20 Worte; reagiert nur bei Gesten |
| ab 2,5 Jahren | 2. Fragealter („"Warum"?); erste Nebensätze | Spricht noch keine Zweiwortsätze |
| ab 3 Jahren | Bildet komplexe Sätze mit Nebensätzen | Viele Laute werden falsch gebildet |
| ab 4 Jahren | Kennt Zahlen bis 10 | Wirkt häufig unkonzentriert und aggressiv |
Wichtig zu wissen: Frühförderung ist kostenlos und rezeptfrei.
Mehr Informationen zur Frühförderung finden unter den Rheinischen Förderschulen des LVR, Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation:
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